Beziehungen auf der Straße

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Einige Frauen die wir durch das Duschmobil kennen gelernt haben und welche wohnungslos sind und bei Bekannten, Notübernachtungen oder auf der Straße übernachten, sind einsam. Manche von ihnen treffen wir regelmäßig einmal in der Woche. Dann ist der Raum und die Zeit da, zu erzählen. Von der derzeitigen Unterkunft, den eigenen Kindern, der langwierigen Krankheit oder auch dem Überdruss und Frust, keinen Rückzugsort zu haben. Wir hören Geschichten von sexuellen Übergriffen und Misshandlungen, Gegenleistungen die erbracht werden für einen Schlafplatz und dem Alleinsein.

Die Momente am Duschmobil tun gut. Sich über alltägliche Dinge unterhalten zu können, wie zum Beispiel Kaffeesorten oder BH- Größen. Solch ein Gespräch hat auch Donnerstag stattgefunden, am Alexanderplatz. Zwei Frauen die bei uns standen, sich vorher nicht kannten und ein wenig aus ihrem Leben erzählt haben. Beide haben unsere Standortzettel mitgenommen sowie die Möglichkeit, in Evas Haltestelle, einer Tagesstätte nur für Frauen, unterzukommen, tags- und nachtsüber und Beratung in Anspruch zu nehmen.
Wir möchten dran bleiben.

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